Dr Pfluderi-Kaeller

Der Pfluderi-Käller im Haus „zum Kaiser“

 

Es war kurz vor der Fasnacht 1929 als sich einige Mitglieder des Veloclubs „Olympia“ im Restaurant „Schnabel“ trafen und eine Fasnachtsclique gründeten. Über den Namen konnte man sich jedoch nicht einigen. Es kam zu hitzigen Diskussionen. In deren Verlauf meinte ein Anwesender, das Geschwätz führe zu nichts, alle seien nur Schnuure-Pfluderi! Dies wurde, so erzählt man sich, der Anlass für den Namen Pfluderi!

 

Die Pfluderi-Clique ist seither im „Schnabel“ geblieben, denn der „Schnabel“ gehört zu den wenigen Beizen, denen die Stammgäste der Cliquen immer willkommen waren. Auch als sich die Clique vor mehr als dreissig Jahren am Nadelberg 18 ein Kellerlokal für Sitzungen und Zusammenkünfte einrichtete, blieb sie ihrer Stammbeiz treu.

 

Das schöne Bürgerhaus „zum Kaiser“ wird urkundlich erstmals um 1300 erwähnt. Seinen Namen erhielt es vom Namen des damaligen Besitzers. Auf dem Falknerplan von 1865 reicht die Liegenschaft mit Ökonomiebauten in der Verlängerung des Rosshofflügels bis zum Petersgraben. 1966 steht sie unter Denkmalschutz.

 

Die Pfluderi-Clique führte lange Zeit an der Fasnacht einen Wagen mit. Dieser wurde jeweils im Rosshof-Areal zusammengebaut. Es war deshalb eine besondere Freude, als der Clique just in diesem Geviert ein Keller angeboten wurde. Weil die Firma Musfeld einmal als Sujet an der Fasnacht herhalten musste, blieben mit dem damaligen Patron Ferdinand Musfeld rege Kontakte bestehen. Das Haus am Nadelberg 18 war in Musfelds Besitz und so bot er der Pfluderi das Kellergeschoss an.

 

Es war allerdings in sehr schlechtem Zustand und musst von viel Abfall und Schutt befreit werden. Zuerst belegte die Clique das unterste Geschoss, später zog sie in einen oberen Keller um, der wiederum in Fronarbeit und auf eigene Kosten ausgebaut wurde. Während der Altstadtsanierung im Jahr 1980 fiel nochmals eine grössere Renovation an.

 

Am prachtvoll geschnitzten Vorstandstisch werden Vereinsangelegenheiten geregelt. Eine beleuchtete Vitrine mit einer Bechersammlung sowie Glaslampen tauchen den Raum in freundliches Licht, in das sich das Licht von zwei Laternentransparenten mischt. Unter den geselligen Anlässen steht der Kellerabstieg an erster Stelle. Ab und zu dient der Keller als Ort für einen Diavortrag, für ein Spargelessen oder für ein Geburtstagsfest.

 

10.2.2003/flj

 

Quelle: Lehr, Hummi; Källerabstiig: Fasnachtskultur im Cliquenkeller. Basel: GS-Verlag, 2000.

Zem letschtere; Me ka dr Pfluderi-Kaeller au fir e Private aalos miete. Sigs fir e Apero, Geburtsdaag, Firmeaesse oder oder oder ..............

Unseri Kaellerbeizerin

s Sabrina Fankhauser 

duet sotigi Aaläss gärn entgegenäh,

au git si Uskunft iber unseri 

Pryyse und Konditione 

Das me sich au e Bild vo unserem Kaeller ka mache, do e paar Bilder: 

 

Das isch d'Sicht vo dr Tiire

(im Bild näbedra)

 

Das isch d'Sicht vo dr Vitriine

(im Bild näbedra) 

 

Das isch dr gmiedlig Egge mit em Runde Stammdisch.

Er isch bi unserne Junge Mitgliider sehr begährt.

 

S'Fass grad bim Ygang oder Usgang 

Do sinn scho viil hängebliibe, 

wo hänn welle haimgoo.

 

Vo do kunt me in Käller aabe 

oder me schtigt wider uffe zem haimgo.

 

Dr Usschangg mit dr Wandladärne vom Tschämperli.

 

E Kuchi hänn mir natirlig au.

 

Esoo kennt's ebbe usseh wenn deggt isch.

 

Wenn jetzt no Frooge hesch, den maeld Di bi dr Sabrina

 

Basel, 14. Jänner 2001